Sonntag, 14. Mai 2006

Erfindergeist rund um den Reifen

Automobilbau-Museum-Eisenach

Automobilbau-Museum-Eisenach

Automobilbau-Museum-Eisenach

Automobilbau-Museum-Eisenach

Sehr sehenswert: Das Automobilbau-Museum-Eisenach ist einen Abstecher wert! Weitere Fotos von unserem Besuch dort gibt es in meinem Bildarchiv zu sehen.

Wie zerronnen, so gewonnen!

Den letzten Mittwoch behalte ich wohl als »Kappentag« in Erinnerung: Meine schöne 2nd-Hand-Baseballkappe aus dem USA-Urlaub von 2002 (bestickt mit Canyonlands Half-Marathon, ideal für den Auftritt als cooler Sportsmann) habe ich gleich am Morgen in der Residenzstadt Gotha auf Nimmerwiedersehen verloren. Dafür habe ich am Abend eine original FORD-Radkappe für den Kombi meines Freundes und Nachbarn Udo Meyer gefunden, dem einer seiner silberfarbenen Felgenschützer unlängst in Ostdeutschland abhanden kam. Durch diese feinsinnige Ironie des Schicksals wird mir der herbe Verlust letzlich doch erträglich...

Haarsträubendes!

Ich bin ja schon einmal gegen den Deppenapostroph zu Felde gezogen, inzwischen bin ich allerdings drauf und dran, Schlacht und Kreuzzug gegen die Ignoranz als verloren anzusehen. Dies hier hat freilich einen Sonderpreis verdient, zumal am Salon eines professionellen Haarspalters (sprich Friseurs) klebend:

Beschriftung eines Friseur-Salons

Wenn ich auf meinem Urlaubs-Kurztripp neben derlei Apostrophen-Katastrophen auch noch sämtliche Mutationen von Anführungszeichen und deren Abusus fotografisch dokumentiert hätte, wäre meine GigaByte-Karte recht schnell voll gewesen... Um aber möglichen Mißverständnissen gleich vorzubeugen: Dergleichen Scharlatanerie ist ein durchaus gesamtdeutsches Phänomen!

Rund und bunt

Kugelköpfe

Eine Gastarbeiterin

Unsere erste unverhoffte Begegnung in Thüringen fand zwischen Hildburghausen und Meiningen statt: Eine Schäferin (!) aus dem fränkischen Neustadt/Aisch (!!) hütete dortselbst neben einer gleichfalls importierten Herde Blökvieh auch ihren Subaru Libero (!!!), was dem verblüfften zonebattler einen Anlaß zur Vollbremsung und einen willkommenen Gesprächs-Anknüpfungspunkt bot.

Zwei Vierrädler, viele Vierbeiner

Ein Konterfei der ebenso netten wie naturverbundenen Abteilungs-Leiterin mag ich mangels eingeholter Erlaubnis nicht veröffentlichen, aber bei ihrer Assistentin gehe ich davon aus, daß sie mir das Publizieren eines Portraits nicht verübeln wird:

Hirtenhündin Jenny

Beide zusammen hatten die Schar ihrer Schutzbefohlenen bestens unter Kontrolle...

Fränkische Schafe auf thüringischer Wiese

Während ich diesen Beitrag editiere, fällt mir eine Gemeinsamkeit von den Vierbeinern und mir auf: Die Schur ist fällig, wenn nicht überfällig. Der Ertrag von des zonebattler's Haupt wird freilich nimmermehr für ein wärmendes Wämschen reichen!

Ein Bett am Rapsfeld

Hiermit melde ich mich von einem sechstägigen Camping-Urlaub zurück, den ich mit meiner besseren Hälfte im benachbarten Freistaat Thüringen verbrachte. Von den in Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar und zwischendrin gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen wird noch zu berichten sein, wenn die Wäsche gewaschen, die Ausrüstung verstaut und die allgemeine Grundstellung im Haushalt wiederhergestellt ist. Es sei aber jetzt schon verraten, daß wir (bei bestem Wetter) einmal mehr nicht nur die bereisten Städte und Landstriche, sondern auch unsere fünf Übernachtungen im »Hotel Natur« [1] sehr genossen haben...

Abendstimmung

Nach einem überwiegend auf den eigenen Füßen (im Wortsinne) durchlaufenen Tag suchen wir uns auf unseren Camping-Touren allabendlich einen Schlafplatz in freier Natur. Dank des zuschaltbaren Allrad-Antriebes klettert unsere treue Rennsemmel gemsengleich in schwindelnde Höhen, die ansonsten nur noch Traktoren und Luftlandetruppen zugänglich sind. Die exklusiven Panorama-Rundumblicke dort oben schlagen jegliches TV-Programm (das wir mangels mitgeführten Fernsehers freilich ohnehin nicht empfangen könnten). [2]

Sonnenuntergang bei Erfurt

Während unserer naturnahen Urlaube verzichten wir ganz bewußt auf das, was gemeinhin als selbstverständlich empfunden wird. So haben wir z.B. kein Autoradio und auch ansonsten nur das Allernötigste an Bord: Eine Kunststoffbox mit diversen Küchenutensilien, eine weitere mit Waschzeug, eine Nylon-Tasche mit Wäsche und einigen wenigen Wechsel-Klamotten. Und natürlich die heimischen Federbetten, die die zur Liegefläche umgelegten Hinterbänke zum kommoden »Feldbett« umwandeln (unter dem dann noch zwei Kanister mit je zehn Litern Brauchwasser und eine Kühltasche stehen). Mehr braucht es nicht, tatsächlich vermissen wir auch nichts.

Morgens am Rapsfeld

Unser »rollendes Ei« ist ein wahres Raumwunder, zwei Erwachsene können bequem darin wohnen und schlafen. Gründlich gewaschen wird sich am Abend, wenn die untertags an sonnenbeschienener Stelle plazierte Flasche mit dem Waschwasser noch angenehm warm ist. Dann wird noch ein bißchen gelesen und bei Sternenblick durch das Glasdach der Tag beschlossen. Am nächsten Morgen wachen wir zuweilen in der Gesellschaft von Hase und Igel auf (die wir der von Hinz und Kunz jederzeit vorziehen). Nach dem Bettenmachen gibt's dann erstmal Frühstück!

Das rollende Hotel

Selbstredend achten wir darauf, mit unserem Vehikel weder die vorhandenen Wirtschaftswege zu verlassen noch einem eventuellen Forstverkehr im nämlichen zu stehen. Es bedarf ferner keiner besonderen Erwähnung, daß wir außer organisch abbaubaren Stoffen keinerlei Abfälle in der Landschaft zurücklassen...

Ein solcher Urlaub mag vielen als (zu) spartanisch erscheinen, aber uns gefällt das ungebundene Herumvagabundieren auf Zeit. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen!


[1] Der zonebattler hat aus beruflichen Gründen schon unzählige Nächte in Hotels (fast) aller Kategorien verbracht und weiß daher, daß der wahre Luxus nicht aus fünf Sternen im Reiseführer, sondern aus fünfzigtausend sichtbaren Gestirnen am Himmelsrund besteht...

[2] Die einzige jederzeit mitgeführte »HiTech-Ausrüstung« besteht (neben der unverzichtbaren Digitalkamera) im handlichen Duo aus Handy und Palm-Organizer, mit dem ich alle paar Tage meine Mails abrufe. Den Abwesenheitsvermerk habe ich nach dem Aufwachen in blühender Landschaft mit jenem Geräte-Gespann abgesetzt.

Kampf dem Müll!

Heute früh sind zahlreiche der bei twoday.net gehosteten Blogs mit Spam-Trackbacks von »xanax« und »phentermine« zugemüllt worden, in meinem Blog stand der Schrott unter gut 50 Beiträgen. Das manuelle Löschen des Gerümpels ist lästig und zeitraubend, aber über die Suchfunktion findet man den Mist wenigstens einigermaßen schnell und vollständig:

http://blogname.twoday.net/search?q=cool

und

http://blogname.twoday.net/search?q=respect

fördern den über den Zaun geworfenen Abfall zutage...

Für »blogname« muß man natürlich den eigenen einsetzen. Wollte eigentlich längst was Neues veröffentlicht haben, statt dessen mußte ich mich erst mal länger als gedacht mit dem virtuellen Hausputz beschäftigen... Und die richtige Hausordnung hätte ich auch noch zu machen!


Nachtrag 20:50 Uhr:

Der nächste Idiot ist aufgetaucht! Er nennt sich »tramadol« und sein Auswurf ist zu finden mit einer Suche nach »nice site«. Bis zu einer radikalen (=an der Wurzel ansetzenden) Lösung des Problems durch das knallgrau-Team ist es wohl das Beste, die Trackback-Funktion im eigenen Blog zu deaktivieren (Admin -> Module -> Extension-Module -> Trackbacks Einstellungen)...

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Frisch reingekommen:

Ich weiß eines...
Ich weiß eines oder glaube es zumindest. Es ist das alte Wappen der Hypo-Vereinsbank,...
[Ruppi 1979 - 4. Aug. 2008]
also...um hier mal frischen...
also...um hier mal frischen Wind in die Sommerflaute zu bringen: Ihr liegt...
[Grabenkenner - 4. Aug. 2008]
meine Annahme Amtsgericht
ist dahingehend schon ok, dass beim Eingang des ins City Center ausgelagerten...
[PP (anonym) - 2. Aug. 2008]
Na,
wennds scho anam oeffentlichen Gebaeude ist, dann werfa ich haldamal die Bolizei...
[pathologe - 2. Aug. 2008]
na dann frohes Zügel...
mein Tipp: Amtsgericht.
[PP (anonym) - 2. Aug. 2008]
Nicht schlecht ...
... aber auch nicht mit der nötigen Tiefe. Ich frage mich keineswegs spöttisch...
[FB - 31. Jul. 2008]
»Wachsamkeit ist...
»Wachsamkeit ist nötig«, meint Wolfgang Händel von den...
[zonebattler - 31. Jul. 2008]
Wenn und aber
Wie die Fürther Nachrichten vermelden, hat der Stadtrat mit breiter Mehrheit...
[zonebattler - 30. Jul. 2008]
Irrtum vom Amt!
Just die radebrechenden Angehörigen einkommensschwacher Schichten sind...
[zonebattler - 30. Jul. 2008]
Steht es ...
... denn immer noch so wie ent- oder evtl. gerädert herum? Will doch meinen,...
[FB - 30. Jul. 2008]
Sicherlich
fuehrte solch ein Verhalten auch zu einer Kettenreaktion.
[pathologe - 30. Jul. 2008]
In der Tat!
Und ich kann -Gutmütigkeit hin, Helferkomplex her- ja nun beim besten Willen...
[zonebattler - 30. Jul. 2008]

Empfehlungen des Hauses:

Bemalter Bohlen-Zaun

Schatten einer Telefonzelle auf den danebenstehenden Briefkasten

Eisenzaun als Fenstergitter

Halbe Hütte in einer Rheinland-Pfälzischen Weinbau-Region

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